Envivas – Wie UGC-Videos das Meta-Setup deutlich effizienter machten
Mit einem bewusst selektiven UGC-Ansatz, klarer Vorqualifizierung im Creative und einem diversen Testing-Setup erzielte Envivas auf Meta für die Krankenzusatzversicherungen Dentflex und Klinikflex deutlich effizienteren Traffic als mit statischen Werbemitteln.

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EINS - Der Hintergrund
Envivas ist ein privater Krankenzusatzversicherer, der exklusiv mit der Techniker Krankenkasse kooperiert. Genau diese Besonderheit macht die Kommunikation anspruchsvoll, weil Werbemittel sehr präzise qualifizieren müssen. Die NERDS begleiten Envivas bereits seit längerer Zeit im Performance Marketing. Neu war in diesem Setup jedoch der gezielte Einsatz von UGC-Videos auf Meta, um die Ansprache relevanter Nutzer:innen noch direkter, klarer und performanter zu machen.
Zwei - Die Herausforderung
Die Produkte der Envivas sind erklärungsbedürftig: Leistungen, Bedingungen und Produktvorteile sind komplex und lassen sich in statischen Werbemitteln nur begrenzt vermitteln. Gleichzeitig reicht es nicht, nur Aufmerksamkeit zu erzeugen — die Kommunikation muss auch verständlich machen, warum eine Zusatzversicherung relevant ist und für wen sie überhaupt infrage kommt.
Hinzu kommt eine besondere Einschränkung im Targeting: Verträge bei Envivas können nur Personen abschließen, die bei der Techniker Krankenkasse versichert sind. Gerade auf Meta ist diese Zielgruppe jedoch nicht ohne Weiteres präzise identifizierbar. Die kreative Lösung war deshalb alles andere als selbstverständlich: ein bewusst harter Einstieg mit „Du bist bei der TK …“. Die Annahme dahinter war klar: Lieber frühzeitig irrelevante Nutzer:innen verlieren und dafür die richtigen Personen direkt qualifizieren. Dass dieser Ansatz nicht nur sauberer filtert, sondern zugleich auch deutlich besser performt als Static Creatives, war in dieser Deutlichkeit die eigentliche Überraschung.
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DREI - Das Ziel
Ziel der Kampagne war es, möglichst viele relevante Nutzer:innen auf die Website von Envivas zu bringen — und das zu den möglichst geringen Kosten. Im Mittelpunkt stand also nicht reine Reichweite, sondern qualifizierter Traffic aus einer klar eingegrenzten Zielgruppe.
Gleichzeitig sollte das Creative-Setup bewusst divers aufgestellt sein: mit einer Kombination aus Static Creatives und UGC-Videos. So sollte herausgefunden werden, welcher Ansatz die spitze Zielgruppe auf Meta am besten erreicht, komplexe Versicherungsinhalte verständlich transportiert und dabei die effizientesten Ergebnisse auf Landingpage-Ebene liefert.
VIER - Die Lösung
Wir setzten für Envivas gezielt auf UGC-Videos als Ergänzung zum bestehenden Static-Setup. Im Zentrum stand dabei ein bewusst selektiver Einstieg: Jedes Video begann mit einer klaren Hook, wie: „Du bist bei der TK. Dann pass jetzt auf.“ So wurden relevante Nutzer:innen direkt angesprochen, während alle anderen frühzeitig aus dem Funnel fielen.
Genau darin lag die Stärke des Ansatzes: Nicht maximale Aufmerksamkeit für alle, sondern möglichst frühe Qualifizierung über das Creative selbst. Die Annahme war, dass der Meta-Algorithmus auf diese Weise besser lernt, welche Personen tatsächlich zur relevanten Zielgruppe gehören — also Nutzer:innen, die bei der Techniker Krankenkasse versichert sind und damit überhaupt für ein Envivas-Produkt infrage kommen.
Dieser Ansatz passt auch zur Weiterentwicklung von Metas Ads-Systemen: Mit Andromeda hat Meta seine KI-gestützte Anzeigenauslieferung im Retrieval-Schritt weiter ausgebaut, um relevantere Anzeigen früher und präziser zu identifizieren und die Personalisierung zu verbessern. Meta beschreibt Andromeda außerdem als System, das die Verarbeitung deutlich beschleunigt und die Auslieferung relevanter, personalisierter Anzeigen effizienter macht. Gerade in einem Setup mit begrenzten Targeting-Signalen wurde damit umso wichtiger, dass das Creative selbst möglichst klar qualifiziert, für wen das Angebot relevant ist. Die UGC-Videos haben also nicht nur Botschaften transportiert, sondern dem System zugleich deutlichere Relevanzsignale geliefert.
Um die Wirkung belastbar zu testen, wurde das Setup breit angelegt: Pro Versicherungsprodukt arbeiteten drei Creators, die jeweils zwei Videos produzierten. Zusätzlich wurden verschiedene Umfelder und Inszenierungen getestet — etwa Aufnahmen in der Wohnung oder draußen. So entstand ein diverser UGC-Test, der unterschiedliche Tonalitäten, visuelle Kontexte und Darstellungsformen abbildete und sich direkt mit den bestehenden Static Creatives vergleichen ließ.
FÜNF - Unsere Creatives
Die UGC-Videos waren bewusst nahbar und direkt aufgebaut: Die Creator standen frontal vor der Kamera und sprachen die Zuschauer:innen unmittelbar an. So entstand ein persönlicher, glaubwürdiger Einstieg, der die zentrale Botschaft schnell auf den Punkt brachte.
Ergänzt wurde dieser Ansatz durch szenische Elemente, die das Produkt greifbarer machten. Dazu gehörten zum Beispiel Handlungsszenen wie das Zeigen von Rechnungen oder alltagsnahe Situationen, aber auch kontextbezogene Bildwelten — etwa Urlaubsszenen für die Auslandsreisekrankenversicherung. Zusätzlich wurden Einblicke in die Online-Seite und den Abschlussprozess eingebunden, um das Angebot noch verständlicher und konkreter zu machen.
Ein zentrales Gestaltungselement war außerdem, dass jedes Video den gesprochenen Inhalt zusätzlich als Text im Bild transportierte. So blieb die Botschaft auch ohne Ton verständlich und konnte sich besser einprägen — ein wichtiger Hebel für Performance auf Meta.
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